Zynikersanatorium
Ein Reigen voll bunter Melodeien

Apr
27

Es ist ein Spiel. Aber wenn wir zwei äußere Punkte definieren, so liegt dieses Spiel wesentlich näher an einer psychischen Störung.
  Erfolg hängt vielleicht gar nicht so sehr von der richtigen Strategie ab, sondern ist bis zu einem gewissen Grad schon determiniert. Liegt in der Hand einer höheren Instanz.
  In diesem Fall keine übernatürliche Instanz. Diese höhere Macht erlangt ihre Stärke allein durch jene, die sie begehren.

Das macht ihr gern, oder?

Und wir spielen mit. Das ist weder vom Charakter abhängig, noch durch eine psychische Störung bedingt. Das ist Denken mit dem Urinstinkt.

Literarisch und psychologisch gesehen ist Obiges ein Symbol.

Und auch Maskerade natürlich. Das ist ein Überspielen, nicht verwerflich logischerweise; es ist ein Verschleiern. Wir dürfen immerhin die Pforten berühren – sie schmecken nicht salzig – aber eintreten dürfen wir nicht. Nichts Verwerfliches, logischerweise, aber erzähle dem genügsamen Archäologen, er darf den Tempel nicht betreten, der doch so verheißungsvoll schimmert. Natürlich, um nicht unhöflich zu wirken, dreht er sich um; er ist zuvorkommend, doch dann dringen Laute aus dem Inneren hervor (Das ist irgendwie gruselig. Warum dem so ist, werde ich dem geistigen Faultier gleich erklären), die dich nur wieder locken sollen. Ein Teufelskreis, wie redundant! Die Pforte bleibt dennoch nur fingerbreit geöffnet.
  Fingerbreit… Ein Brüller!

Für die Speziellen: Es geht, wie immer, ums Ficken!
  War das jetzt Parabel, Gleichnis, oder wie man das sonst so nennt?

*

Da ich mich verrannt habe, muss ich nochmal neu ansetzen:
  Es ist ein Spiel, dessen Gewinnchancen von vielem, teils Unbeeinflussbarem abhängen. Im Klartext: Die Erforschung des Unbekannten Raums muss erst mental unterstützt werden. Und aus der Psychologie wissen wir: Unsere Reflexe sind ja keine bewussten Bewegungen.

Ich habe mich nicht verrannt, ich durchschaue einfach das Problem nicht!

*

Alternatives Ende für Versaute:

Wie kann ich mich allerdings verrannt haben, wenn die ganze Erörterung/Parabel/etc. die Grundvorraussetzung dafür, für nicht existent erklärt: Nämlich, dass ich irgendwo feststecken könnte (außer mit den Fingern, natürlich)?
  Denken Sie da mal drüber nach!

Welch ein Konstrukt!.. Ich meine natürlich: Fin

 

 

Apr
15

Konkret in Worte zu fassen: Tu es!
Nein, du elender Froschfresser: Tu es!
Ich bin mir nicht sicher, du bist mir nicht sicher,
eigentlich
weiß ich nicht, was ich will.
Das Übliche Sir, Verzeihung, Mylady?

Das Übliche ist dieses mal nicht zu haben,
wer glaubte daran, dass Mangel auch
begrüßt wird. Aber Zeit,
Zeit ist nicht ewig, ist ja nur ein Abschnitt.
Falsch.
Ich hasse Gabelungen. Ich hasse sie, denn ich nehme immer die, welche mich zu weitaus mehr Gabelungen bringt. Sowie mich jetzt mein – ohne Selbstbeweihräucherung – Mut zu einem Gabelmeer geführt hat, das ich nicht einmal verursacht habe (verursacht, weil ich dich geküsst habe und in dir doch irgendwas, IRGENDWAS verursacht haben muss (Noch so ein Gabelmeer, eine Bedingung, die ich gar nicht mehr für möglich gehalten habe)).

Schlimm ist, dass mir bei jenem minimalen Austausch von Körperflüssigkeiten eine Gabel in den Arsch gepiekst hat. Gepiekst, das ist ein Wort, das kennt nicht mal die allwissende Maschine. Meine Masche war gar keine, lustigerweise musste ich nur mein Arschloch zusammenkneifen und zuschlagen. Zuschlagen im metaphorischen Sinne. Diese Ischen, die auf SM-Praktiken stehen, das habe ich alles schon hinter mir. Die Gabel der Einsicht, oder Erkenntnis hat mich gepiekst, gleichzeitig die Gabel Bitternis, oder ein Wort, das die Worte ersetzt, welche umschreiben sollen, was ich meine: Dass ich erkannt habe, was Himmel ist, im metaphorischen Sinne, dass ich geschmeckt habe, was Himmel ist und es das letzte mal gewesen sein könnte. Das Letzte war es, dass ich nicht aus der Truhe all meiner rhetorischen Gewandtheit schöpfen konnte. Eine verbale Sache, weil die Schwäche mainer Rechtschreibung hätte mich bloß in einnem weitaus schlechtern licht darstehen lassen. Meine Rhetorik aber, gesäubert vom Dialekt, hätte mich doch retten können, vielleicht hat sie diese Pattsituation erzwungen. Damit hätte sie mich vor einer Niederlage bewahrt. Aber die Situation erfordert Geduld.
Das war ein schmerzhafter Stich in meinen Arsch, nach dem Genuss dieser weichen Lippen darauf spekulieren zu müssen (weil mir die Spekulation aufgedrängt wurde durch die Situation), wann und ob ich es wieder tun könnte. So kurz auch der Abschnitt und wir dürfen leider nicht, obwohl ich wünschte ich könnte, von einem Intervall sprechen; es war ein Moment, der ja, hier gereichen die Worte leider auch nicht mehr, kurz gezeigt, dass sie, vielleicht habe ich es mir auch eingebildet, ihre Lippen irgendwie auch bewegt hat. Es war… ich breche den Gedanken ab (das waren viele, aber ich breche das Gedankensyndrom ab).

Es war so kurz (ich nehme das Gedankensyndrom wieder auf, weil mir was dazu eingefallen ist:) und flüchtig, ich könnte mir auch eingebildet haben, diese Lippen zu berühren. Nicht ganz. Ich könnte mir alles eingebildet haben, dass sie gesagt hat: Lass es lieber, oder so ähnlich, aber auf eine einfühlende Weise, wie es Frauen können, dass sie nur kurz, aber zu lang gezögert hat, bevor sie gesprochen hat. Ich glaube aber, es war wirklich so. Etwas war anders als in Träumen.

Um zum alten zurückzukehren, obwohl ich die Vergangenheit, also diesen nekrophilen Praktiken nicht mehr frönen will, nicht mehr so oft herzitiere: Nichts konkretes dabei.
Das ist immerhin konkret gewesen. Aber nicht im geringsten etwas, dass ich doch im hellwachsten Zustand erlebt habe und doch nicht, weil ich so nervös war, dass ich ja nichts mehr klar wahrgenommen habe. Ich kann nur Rückschlüsse ziehen: Sie war danach immer noch da. Entweder, ich habe das eine, oder ich habe das andere nur geträumt. Aber sie war immer noch da, natürlich war sie real, so wie ich, wir waren alle anwesend, da, wo wir in diesem Moment, jeder für sich, hatten sein müssen. Aber nichts war sicher so, wie es war, schon gar nicht dass was sie dachte, wollte, fühlte, oder was auch immer den Ausschlag zur zukünftigen Situation gab. Sie war nur immer noch da und ich weiß ja nicht mal warum. Sie war da, das kann ich mit einiger Sicherheit sagen, weil sie in meinen Armen war und zwar nah genug, dass ich sie riechen konnte und spüren ja auch. Sie war sehr warm, nicht unangenehm warm, das gute Warm eben. Aber, wenn alles Einbildung war (springen wir ein paar Symptome, Gedanken meine ich, zurück), warum habe ich manchmal ihre Lippen gespürt, als sie in meinen Armen war?

Überall, nur nicht auf dem Mund. Das war auch anders, anders als auf meinen Lippen. Also habe ich irgendwas tatsächlich erlebt und irgendwas hat die Fantasie schmackhafter gemacht. Irgendwas ist wahrer als irgendetwas anderes?

Kommt vor dem „als“ ein Komma?

Ich mag es nicht, wenn ich schneller reagiere als mein PC. Ich möchte nicht Frauen verdinglichen, aber manchmal sind Frauen PCs. Denn eigentlich sind sie mir ja irgendwie überlegen, nur manchmal reagiere ich schneller, was sie ja nicht von ihren Plänen abhält, zu tun, was sie tun wollten (das ist ein Unterschied, übrigens). Es sei denn, ich bringe sie zum Absturz.

Mit was habe ich überzeugt und mit was nicht? Mit der „Persönlichkeit“? Doch etwas Rhetorik? Mit geistigem Verfall? Ich will nicht mehr, aber ich muss ja zynisch sein:

Dazu fällt mir nichts mehr ein.

Ich habe sie zum Absturz auf eine gewisse Weise gebracht. Verlegen habe ich sie gemacht, aber mit welchen Mitteln? Ich bin auch nicht so konsequent in der Anwendung der wissenschaftlichen Methode: Ich hätte sie ein weiteres mal küssen sollen, um zu überprüfen, ob ich mir ihre Lippen nur eingebildet habe, ob sie weicher und sanfter waren, als das erste mal, oder nicht (Psst: Das mit der wissenschaftlichen Methode ist eine Art Rationalisierung für mich).

THX CAPTAIN OBVIOUS!

Nach eingehender Analyse also (und wir bleiben beim eigentlichen Wortsinn) ergibt sich aus der Essenz folgendes:
Ich hätte sie ein zweites mal küssen sollen.
So ganz ohne Nebensatz, ohne Gabelung. Manchmal muss man gerade aus laufen, egal wie oft du dir die Nase dabei brichst (metaphorisch, durch tote Objekte jetzt. Ach herrje, das könnte man schon wieder falsch verstehen. Ich rede von was Anderem, ehrlich). Ich bin aber immer noch nicht ganz zufrieden. Das hat sie mir übertragen, das Zweifeln.
HALT DIE KLAPPE, JOHANNES BRAHMS!

Feb
07

Ich hab nämlich heute was gelernt:
Etwas Fleisch um die Knochen
ist nicht sinnvoll.
Viel mehr ist es sinnvoll (genau über Worte und Zeichensetzung nachzudenken. Es ist so, dass ich nicht nur das Wesentliche liebe, sondern auch irgendwie das Korrekte. Freud hätte seine Freude an mir gehabt. Ich bin zu selbstverliebt. Nicht im Geringsten. Ich bin aber untervögelt. Das allerdings im Äußersten.)

Ich wollte Wahrheit schreiben.
Meine Wahrheit ist auf jeden Fall wahr.
Warum sitze ich wohl um fünf Uhr Morgens
hier?
Zeilenumbrüche sind nur Optik,
nicht interpretationswürdig.
Wohl aber die Leitmotivik,
welche hieraus entsteht.

Die Wahrheit ist:
Ich kann gar nicht hier sein.
Und ich frage mich:
Kann man für immer
schlafen, ohne tot zu sein?

Ich schlafe nämlich mehr,
als ich wach bin.
Ein Vorbote chronischer
Erschöpfungszustände.

Manche überleben das nicht.
Aber wir überleben das Leben
im Allgemeinen nicht.

Prosa:
Es ist sinnvoll, immer den Knochen zu sehen, also was sich unter der Haut befindet. Dazu muss man den Gegenstand jedoch töten und das ist nicht sinnvoll. Es sei denn, es sind Ausländer, die mag doch keiner. Oder Neger, oder vielleicht Juden, nicht wahr?
Hey, ich stelle nur fragen!
Achso, das muss man ja noch voranstellen:
„Ich bin ja eigentlich kein Rassist/Antisemit/Probiotiker, aber…“

Puh… Argument gerettet.

Knochen haben alle die gleiche Farbe. Aber das ist für die Menschen so unwesentlich, dass sie es nicht wahrnehmen, obwohl darin der Schlüssel zur Verständigung läge.

Ich schweife ab, mir geht’s ja nicht darum.
FICK DICH, AUTOCORRECT!
Die ganze Zeit will ich über Frauen schreiben, aber das will ja keiner hören. Sie sind soweit von meinem Verständnis entfernt, dass ich sie nicht mal physisch fassen kann.
Eine zum Beispiel springt immer angeekelt vor mir zurück, wenn ich sie berühre, obwohl sie beteuert, sie habe mich gern. Was soll ich über Frauen sagen? Ich darf sie weder berühren, noch darf ich sie ansehen, es sei denn natürlich, ich zahle dafür. Und mich sehen sie nicht an, berühren mich höchstens, wenn mindestens zwei Schichten Stoff uns trennen.

Schuldigung. Das war mein Bruder, der Perversling. Ich hingegen (hab schon einen Schritt vorausgedacht, Verzeihung) darf manche sehr wohl berühren. Sogar ohne, dass Stoff uns trennt, bloß nicht in Feuchtgebieten.
Das ist Ok bei denen, aber wenn Plato recht hat, dann bin ich kein geteilter Mensch, sondern irgend etwas anderes, das gar nicht in dieses Universum gehört.

Oh, erhöret meine Worte,
Götter des Olymp!
Entdeckt mir endlich,
wer ich bin!

Warum ist meine Sehnsucht
so gleich der ihren
und doch von and’rer
Welt?

Oh, Gottvater Zeus,
hast du mich, wie die And’ren
in deinem Zorn geteilt?
Wo ist die zweite Hälfte
hin?

Oder, Herr über Blitz
und Feuer, Sohn der Gaia,
Bestrafer des Prometheus
und Vater der Persephone
(du alter Perversling!)
bin ich schon eins,
verflucht mit dem ewigen
Glauben, nur halb zu sein?

Und warum, Hera,
warum, Athene, oder
auch ihr Töchter des
Zeus; warum seid
ihr mir nicht gewogen?
Warum entsagt ihr mir
die Zärtlichkeit, die schon
seit jeher aus dem weiblichen
Schoß entsprungen, wie alles
Leben?

Warum, Prometheus,
aus dem alten Geschlecht
der Titanen, warum –
ich weiß es steht in
deiner Macht –
schaffst du nicht,
was Zeus mir verwehrt?

Lieber Mensch Nr. 67085002071,

Wir entschuldigen uns für die lange Bearbeitungsdauer und möchten Ihnen als Entschädigung gerne die Bearbeitungsgebühr von zwei Jahren Purgatorium im 5. (fünften) Kreis erlassen. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass sie zwar Bewohner der Erde sind, aber nicht hier entstanden sind.
Da sie nicht auf der Erde geboren wurden, liegen sie nun leider nicht im Zuständigkeitsbereich des Allmächtigen (Zeus).
Wir wünschen Ihnen dennoch alles Gute für Ihren weiteren Lebensweg. Natürlich ist es Ihnen trotzdem erlaubt, unsere weiteren Stationen des Lebens in Anspruch zu nehmen (Hölle, Purgatorium, Arkadien).

Herzliche Grüße,
Hermes, Adjutant des Gottvaters Zeus.

Ich legte den Brief schnell in die linke Schublade meines Schreibtisches und entschied mich, sofort mit meiner autobiografischen Krimigeschichte zu beginnen:

Valle Lanström war ein ausgezeichneter Angler, aber eines Tages wurde er erschossen, im See treibend aufgefunden.
  Es war ein schöner Tag irgendwo in Schweden. Kommissar Brotholm erhielt kurz vor Mittag einen Anruf in seinem Büro in der Örgöldöhölmer Straße.
„Guten Morgen, Lars. Wir haben heute Morgen den alten Lanström im Ölölölölögömöger See tot aufgefunden. Der Mörder hat sich dann gleich gestellt und sämtliche stichhaltigen Beweise der Polizei übergeben. Ich weiß jetzt auch gar nicht, warum ich dich überhaupt angerufen habe, weil der Fall ja jetzt geklärt ist.“
Lars Brotholm legte den Hörer auf und klemmte seine Hände hinter seinen Kopf, während er die Füße auf den ledernen, vergoldeten Platinschreibtisch aus dem Bernsteinzimmer legte. Im  Nebenzimmer spielte klassische Musik. Mendelssohns Klaviertrios.
Etwa drei Stunden später flog aus heiterem Himmel eine Atombombe von der Größe des gesamten amerikanischen (In)Kontinents (hihi) auf das schwedische Pentagon und niemand ward je wieder gesehen.

Ende

Aug
20

Selbst dein verlockender Duft
hat mein Zimmer verlassen.
Ich suche vergebens
eines deiner langen Haare,

suche vergebens ein leises,
tiefes Atmen,
das Geräusch eines Sich
Umdrehenden,

dein Gesicht im Halbdunkel.

Ich verlasse mein Haus nicht mehr,
um wiederzukehren.
Worauf soll ich warten?

Ich dachte, man kann sich an Nähe
verbrennen.
Ich habe mich geirrt.

Ich suche vergebens dein leises,
tiefes Atmen,

in der Nacht.
Dein verlockender Duft
ist nicht mehr in den Kissen,
nicht mehr in der Decke.

Die Uhren gehen zu schnell
in der Nacht.
Dennoch schmerzt die vergebliche
Hoffnung,
du würdest die Grenzen überschreiten.

Ich traue mich nicht, obwohl ich spotte.

Den Alltag muss ich neu erlernen.

Jul
25

Nun sehe ich manchmal Menschen, denen das Daimonion fehlt, eine Seele, wie man im Volksmund sagt. Ich erkenne es an ihren Augen und ihrem Ausdruck im Gesicht, dass wie eine Hülle für ein Vakuum scheint. Es kann nun aber unmöglich sein, dass der göttliche Funke, der Geist, eine Prise Bewusstsein nicht vorhanden ist. Ihre Körper sind indes tatsächlich nur Hüllen, eine Ummantelung, die eine innere Leere behält, ohne sie zu erkennen, oder zu berühren, während wir, du und ich (ich wende mich in vollster Zuversicht an dich, möge dein Geist diese Worte erleben) eine Symbiose anstreben.

Empfindung steht jenen nicht ins Gesicht geschrieben. Wenn sie mich anblicken, perlen ihre Blicke an meinem Äußeren ab und sie verbleiben dennoch ohne geringste Besorgnis. Wenn sie mich ansprechen, dann ändern sich ihre Gesichtszüge, als setzten sie in Windeseile eine geradezu täuschend echte Maske auf. Es bleibt eine Maske.

Ist diese Leere ansteckend?
Ansteckend beispielsweise, wenn ich in sie eindränge? Oder kann ich meinen Geist übertragen? Ich müsste viel Verpflichtung und Liebe beibringen, um die Leere zu erforschen. Liebe, die ich vielleicht nicht wiederbekomme.

Alles unerheblich, solange du mich verstehst.

Jul
14
Im frühen Morgenmantel erregiert die Sonne.
(Ich müsste träumen, um es zu erleben)
Breiig dafür die Weide, wie gestuhlt.
Es gilt nun, den Erguß von gestern vergessen zu machen.
Der blaue Morgenmantel, verschmutzt von
Filzigem Ejakulat, erbricht nicht mehr.

Ach, es ist Natur, das grüne
Fluktuieren erregten Atmens.
Destillierte Blutbahnen im Querschnitt
Ihrer braunen Adern.
Das hölzerne Haar: Gewaltige Symbolik.
Eben dieser Körper, in krokodilischer
Gestalt, bat nie ein Vöglein um Intimrasur.

Wild wuseln die Ameisen um den getrockneten Betonbau.
Dabei tragen sie nur Eigennütziges auf ihren Rücken.
Kläffende, hydraulische Wunden der Schlange.
Sie vergießt und absorbiert lebendiges Blut,
Bevor sie den unbewohnten Kaninchenbau penetriert.
Kollektive Intelligenz wich der manipulativen
Demokratie, weicht dem manipulativen Bewusstsein.
Eine Mantidae predigt unablässig von Entrückung.

Wäre Kierkegaard der Schluss anzulasten:
Im späten Morgenmantel (fatal) kollabiert die Sonne.
Und später:
Nichts ist Brei, nichts ist grün, nichts ist braun.
Alles trägt die Farbe des rußenen Mantels.
Jul
03
Sie hat ein Muttermal am
rechten Oberarm. Wenn ich mir
das merken kann, dann muss es
Liebe sein, oder erbärmliches
Selbstmitleid.
…Ansichtssache.
Jun
17

zu dir kommt alles verbrannte Fleisch
„Wir fanden ihn am Ventilator hängend.“
„Seine Zunge stand heraus, der Teppich voll Urin.“
und zu dir
„Der Ventilator schien nicht in Betrieb genommen worden zu sein.“
Gott auf Zion
„Wie er da hing, wie wir ihn vorfanden, baumelnd am Ventilator!“
kommt alles verbrannte Fleisch.

Erhöre mein Gebet!
„In seinem Anus befand sich eine Taschenlampe.
Sie war noch in Betrieb, als wir ihn vorfanden.“
„Es stank fürchterlich, auch der Urin. Er hatte mich vor zwei Tagen nach Batterien gefragt,
ich wusste ja nicht…“
„Verbrennungen dritten Grades im Rektum.“
ewige, ewige, ewige Ruhe

verbranntes Fleisch
„Er war ganz blau…“ „Jaja, Tod durch ersticken.“
„Primäre Todesursache. Mich würde es nicht wundern…“ „Drogen? Wirklich?“
Erhöre mein Gebet.
„Nein, so einer war er nicht! Ein Engel, so zuvorkommend, nein, niemals!“
„Beruhigen sie sich! Wir wissen erst mehr…“
„Ja, machen sie ihn ab und schaffen sie ihn fort.“
Gib uns ewiges Fleisch.
„Wie er da hing…“
„Notieren sie: Seine Zunge stand heraus, der Teppich voll Urin.“
„Er hing am Ventilator, ja, mit einem Gummischlauch.“

Requiem aeternam, aeternam, aeternam
Lux aeterna luceat eis. Zu dir kommt alles.
omnis caro veniet:
Verbrennungen dritten Grades.
exaudi orationem meam: lux perpetua luceat eis.
Exaudi me:
Tod durch Erstickung.
Te decet hymnus, Deus et lux perpetua.
Aeternam, aeternam, aeternam.
Amen.

Apr
21

Ich versuche es heute ohne Worte:

Mit Floskeln vielleicht:

Ähm… Fuck….

Ich wollte heute über Identität reden.

Ich habe keine: So sehr ich immer vergesse,
mich vergessen sie ja auch.
Überflüssig.

Aus einem Fragment von mir:
(Ach nein, bin zu faul aufzustehen.)

Schaut nach oben für meinen geistigen Zustand.
Imagine it simultaneously.
Sogar zu faul für Strg+T bin ich mir.
Wird schon stimmen.
Das kann doch nicht reine Faulheit sein,
denn andere kommen mit reiner Faulheit ganz gut durchs
leben.

Oschombemong

Unfassbar, aber: Das die Hälfte der Entstehungszeit dieser Splitter für den kläglichen
Versuch diese Lautschrift zu erstellen starb (oh, wie dramatisch).
Und dann auch noch so holpriges deutsch geschrieben.
geschrieben,
zählt das, wenn man tippt?
Das fühlt sich ja auch anders an.
Wie wichsen mit einem Handschuh.
Oder noch schlimmer.
Ich hab‘ doch gar keine Handschuhe, das ist alles nur erfunden,
aber mal ehrlich: Du saust dir nur den Handschuh dabei ein und am Ende
hast du mehr auf den Handschuhen, als auf den Schuhen.
Deswegen kaufe ich mir gar keine Lackschuhe.

Ich werde nie verhungern, solange ich mich selbst essen kann.
Danach dann schon.

Die veränderte Form der Wiener Klassik in der Reprise.
Menuett: Urvater von Sodom und Gomorrha?
FUCK YOU STRG+T.
Stimmt schon.
Und schon wieder zeichnet sich Form ab,
egal was ich mache, alles hat eine Konstellation.
Auch wenns manchmal Sandkasten ist.

Gesprächskonzert: Unwort des Jahres.
Mein ganzes Hirn ist ein einziger Cut-Up.
Schlagts in Wikipedia nach.

Ersatzbefriedigung ist ein Zentralthema in Wralic (‚Ralitsch) Krollers literarischem Schaffen. Da er selbst ein reicher Bürger in der ehemaligen Sowjetunion der Vereinigten Staaten Südafrikas war und vor allem durch den Devisenhandel zu seinem Wohlstand kam (hab ich aus „Meister und Margarita“, also spart euch die Besserwisserei (zum ersten Mal klingt die Scheisse hier wie ein richtiger Blogeintrag. Wie von diesen ganzen Hipsterleuten, die im Starbucks Tee trinken, weil sie die Umwelt schonen wollen mit ihren übergroßen Brillen aus Altmetall: Sucht euch ’n Job!)).

Das ist ganz normales Glas.
Plz die ironically, but stay dead.
AND STOP USING ABBREVIATIONS IRONICALLY.
GET A FUCKING JOB!
Ich glaube ich rede mit mir selbst.
Ich schieb’s mal auf den Cut-Up.

Engführung!!!!!!!(Musik)

Unter Engführung fersteht man in der Musik das Auslassen der Ellipse.
Ich bin heute Abend hier, um aus euch einen besseren Menschen zu machen. EINEN.
Das gehört gar nicht zusammen, aber das Wunder der Optik suggeriert das natürlich und lässt viel Spielraum für Interpretation.

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Your current theme in the form of an update check out our blog post introducing Sunspot to the world.
Howdy! Neuen Artikel erstellen Sofort publizieren a brand new theme über die semantischen Bruchstellen hinwegzulesen
fremden Textes senkrecht und diese Schreibtechnik in vertauschter Reihenfolge wieder zusammenzusetzen Die simpelste Form der elektronischen Textverarbeitung. Ich fing also an über die semantischen Bruchstellen hinwegzulesen. von Rimbaud wird einem gewissermassen Jede erzählende Passage oder jede Passage und alle Variationen entsprechend erweitert.
neue Verbindungen zwischen Bildern waren von Max Frisch und James Joyce bereits entwickelt worden.
wirkliche Rimbaud-Bilder Im deutschsprachigen Raum standen unter anderem Die simpelste Form in vertauschter Reihenfolge Neuen Artikel erstellen aber das Wunder der Optik.

Diese Seite wurde zuletzt am 9. April 2012 um 15:43 Uhr geändert.

Beim zweiten Betrachten fällt mir auf, dass ich kaum größeren Mist verzapft habe
(Apropos Intertextualität).
Warum sage ich das eigentlich?

Apr
13

Ich möchte auf den Blog einer meiner Buddys und seines Buddys hinweisen.
Da gibts Links und Wörter zum lesen und tolle Fundsachen aus dem Internet!

Einfach Toll.

http://meinung-net.blogspot.de/